USB-Soundkarte ohne Treiber – Tutorial
Visualisierungs-Testsoftware (Windows)
**Befehlsübersicht (überspringbar)
System aktualisieren und Tools installieren:
Ausführen:
sudo apt update && sudo apt full-upgradeALSA installieren:
sudo apt install alsa-base alsa-utils
Hardware erkennen:
Audiogeräte auflisten:
aplay -lPCI/USB-Audiogeräte anzeigen:
lspci | grep -i audio,lsusb
Grundkonfiguration und Überprüfung:
Konfigurationsassistent ausführen:
sudo alsaconf(falls verfügbar)Lautstärke einstellen:
alsamixer(M = Stummschaltung aufheben, Pfeiltasten = Lautstärke, ESC = beenden)Einstellungen speichern:
sudo alsactl storeWiedergabetest: Audioausgabe testen (Lautsprecher/Kopfhörer anschließen):
# Testton abspielen; -D gibt die USB-Soundkarte an (X = card-Nummer aus aplay -l)
speaker-test -c 2 -D plughw:X,0- Audiodienst neu starten:
sudo systemctl restart alsa(in manchen Umgebungen Neustart nötig:sudo reboot)
Jetson-Serie & Ubuntu-System & Raspberry Pi
Debugging über die Befehlszeile
1. USB-Soundkarte anschließen
- Vor dem Einstecken der USB-Soundkarte die USB-Geräte mit
lsusbanzeigen:

- USB-Soundkarte einstecken und erneut
lsusbausführen – das zusätzlich erscheinende Gerät ist die USB-Soundkarte:

- Mit
arecord -lalle Aufnahmegeräte auflisten – unsere USB-Soundkarte ist sichtbar:

- Mit
aplay -lalle Wiedergabegeräte auflisten:

2. USB-Soundkarte verwenden
Zeigt arecord -l z. B. UACDemoV1.0, so ist das unsere Soundkarte. Bei card 0; device 0 wird im Befehl plughw:0,0 angegeben, um dieses Aufnahmegerät zu wählen:

Mit dem Linux-eigenen Aufnahmebefehl 5 Sekunden Ton aufnehmen und testen:
arecord -D plughw:0,0 -f S16_LE -r 16000 -d 5 -t wav test.wav
plughw:0,0 bedeutet card 0, device 0, also unsere USB-Soundkarte. Je nach Ausgabe von arecord -l anpassen: wenn UACDemoV1.0 als card 1; device 1 angezeigt wird, muss plughw:0,0 in plughw:1,1 geändert werden. Der Parameter plughw sorgt für automatische Formatkonvertierung und überbrückt verschiedene Datenformate und Hardware. Weitere arecord-Parameter:
| Befehl | Bedeutung | Bedeutung in diesem Befehl |
|---|---|---|
| -D | Gerätename wählen | Externe USB-Soundkarte "plughw:1.0" verwenden |
| -f | Aufnahmeformat | S16_LE = vorzeichenbehaftetes 16-Bit-Little-Endian |
| -r | Abtastrate | 16000 = 16-kHz-Abtastung |
| -d | Aufnahmedauer | 5 Sekunden aufnehmen |
| -t | Aufnahmeformat | wav-Format |
| test.wav | Dateiname (Pfad möglich) | Dateiname test.wav |
Bei zu leiser Aufnahme alsamixer verwenden und F6 drücken, um die USB-Soundkarte zu wählen:

Dann F5 drücken, um Aufnahme- und Wiedergabegeräte anzuzeigen. Aufnahmelautstärke mit Pfeil-nach-oben erhöhen. PCM = Wiedergabe, CAPTURE MIC = Aufnahme:

Anschließend mit aplay wiedergeben:
aplay -D plughw:0,0 -f S16_LE -r 16000 -c 1 test.wav
Parametererklärung:
-D plughw:0,0: Aufnahmegerät festlegen. plughw:0,0 = erstes Gerät der ersten Soundkarte.
-f S16_LE: Audioformat festlegen. S16_LE = 16-Bit-Little-Endian (Signed), ein gängiges Audioformat; „Little Endian" bedeutet, dass das niederwertige Byte im Speicher an der niedrigeren Adresse liegt.
-r 16000: Abtastrate festlegen.
-c 1: Kanalanzahl festlegen.
-d 5: Aufnahmedauer in Sekunden.
PulseAudio-Anzeige

PulseAudio per Befehlszeile anzeigen:
pactl list sources short # Alle verfügbaren Audioquellen des PulseAudio-Servers auflisten

49 = Quellenindex
Alsa _input.usb = USB-Eingabegerät, also ein Mikrofon
s16le = 16-Bit-Little-Endian-Audioformat (Signed)
1ch = Monokanal.
48000Hz = Abtastrate, 48000 Abtastungen pro Sekunde
SUSPENDED = Mikrofon derzeit angehalten
RUNNING = Mikrofon in Benutzung
Python: USB-Soundkarte ohne Treiber ansprechen
Codebeispiele selbst suchen, z. B. „Python调用USB免驱声卡"
Problemübersicht
Jetson
- Gerät belegt

Einstellungsseite schließen und Befehl erneut ausführen
Falls weiterhin nicht: neu einstecken oder neu starten
Prozess anzeigen, der das Audiogerät belegt:
sudo lsof /dev/snd/*
Vor dem Einstecken der Soundkarte:

Nach dem Einstecken:

Prozess beenden mit kill -9 PID (PID = der nach dem Einstecken neu erscheinende Prozess, im Screenshot 33739)
Danach erneut aufnehmen und abspielen
Raspberry Pi
- Starke Störgeräusche
Zuerst Mikrofonlautstärke auf 100 stellen
Terminal öffnen
$ sudo vi /boot/config.txt #oder ggf. /boot/firmware/config.txt
Am Ende der Datei hinzufügen
audio_pwm_mode = 2
ESC, dann :wq zum Speichern und Beenden
Danach neu starten
$ reboot- Lautstärkeeinstellungen werden bei jedem Neustart zurückgesetzt
Nach dem erneuten Einstellen der Lautstärke
die aktuelle Konfiguration in der System-Standarddatei speichern:
sudo chmod 664 /var/lib/alsa/asound.state
sudo alsactl storeUbuntu-VM
- Rauschen bei der Aufnahme
Lösung: USB-Controller-Kompatibilität auf 3.0 oder 3.1 ändern
RDK x3&x5
Gerätenummer prüfen
Prüfen, ob die Soundkarte existiert und welche Gerätenummer sie hat.
Mit cat /proc/asound/cards prüfen, ob die Soundkarte registriert ist:
0 [duplexaudio ]: simple-card - duplex-audio
duplex-audioMit cat /proc/asound/devices die logischen Geräte prüfen:
root@ubuntu:~# cat /proc/asound/devices
2: [ 0- 0]: digital audio playback
3: [ 0- 0]: digital audio capture
4: [ 0] : control
33: : timerMit ls /dev/snd/ die tatsächlichen Gerätedateien im Userspace prüfen:
root@ubuntu:~# ls /dev/snd/
by-path/ controlC0 pcmC0D0c pcmC0D0p timerDaraus ergibt sich: Soundkarte 0 ist die Onboard-Soundkarte; die Geräte existieren mit Nummer 0-0. Die tatsächlich verwendeten Geräte sind pcmC0D0p und pcmC0D0c.
5 Sekunden Ton aufnehmen und testen
arecord -D plughw:0,0 -f S16_LE -r 16000 -d 5 -t wav test.wav
plughw:0,0 bedeutet card 0, device 0, also unsere USB-Soundkarte. plughw sorgt für automatische Formatkonvertierung und überbrückt verschiedene Datenformate und Hardware. Weitere arecord-Parameter:
| Befehl | Bedeutung | Bedeutung in diesem Befehl |
|---|---|---|
| -D | Gerätename wählen | Externe USB-Soundkarte "plughw:1.0" verwenden |
| -f | Aufnahmeformat | S16_LE = vorzeichenbehaftetes 16-Bit-Little-Endian |
| -r | Abtastrate | 16000 = 16-kHz-Abtastung |
| -d | Aufnahmedauer | 5 Sekunden aufnehmen |
| -t | Aufnahmeformat | wav-Format |
| test.wav | Dateiname (Pfad möglich) | Dateiname test.wav |
Bei zu leiser Aufnahme alsamixer verwenden und F6 drücken, um die USB-Soundkarte zu wählen:

Dann F5 drücken, um Aufnahme- und Wiedergabegeräte anzuzeigen. Aufnahmelautstärke mit Pfeil-nach-oben erhöhen. PCM = Wiedergabe, CAPTURE MIC = Aufnahme:

Anschließend mit aplay wiedergeben:
aplay -D plughw:0,0 -f S16_LE -r 16000 -c 1 test.wav
Parametererklärung:
-D plughw:0,0: Aufnahmegerät festlegen. plughw:0,0 = erstes Gerät der ersten Soundkarte.
-f S16_LE: Audioformat festlegen. S16_LE = 16-Bit-Little-Endian (Signed), ein gängiges Audioformat; „Little Endian" bedeutet, dass das niederwertige Byte im Speicher an der niedrigeren Adresse liegt.
-r 16000: Abtastrate festlegen.
-c 1: Kanalanzahl festlegen.
-d 5: Aufnahmedauer in Sekunden.
Häufige Fragen
Wie unterscheidet man auf einem RDK-Board die USB-Soundkarte von der Onboard-Soundkarte?
Wie können das Audio-Subboard der RDK-X3-Serie und die USB-Soundkarte gleichzeitig koexistieren und verwendet werden?
Wie nutzt man die Audiofunktionen auf dem RDKS100 über die grafische Oberfläche?
Siehe RDK Multimedia-Verarbeitung und -Anwendung
Grundlegenden Audiotreiber prüfen
Ob die treiberfreie USB-Soundkarte funktioniert, hängt vom Kernel ab
Ist die USB-Audio-Class-Unterstützung aktiviert (
CONFIG_USB_AUDIO)?Ist das passende Kernelmodul geladen (z. B.
snd-usb-audio)?
Unterstützt der Kernel es, genügt die Installation der Basis-Audiotools. Ist der Kernel beschnitten, muss er neu kompiliert werden, um den Treiber zu aktivieren.
Schritt 1: Prüfen, ob der Kernel snd_usb_audio unterstützt
# Methode 1: Prüfen, ob das Treibermodul geladen ist
lsmod | grep snd_usb_audio
# Methode 2: Prüfen, ob das Modul im Kernel enthalten ist (auch wenn nicht geladen)
modinfo snd_usb_audio # Ausgabe vorhanden = Kernel unterstützt; keine Ausgabe = Modul nicht einkompiliertKeine Ausgabe bei modinfo: Der Systemkernel hat den Treiber beschnitten – Kernel neu kompilieren und in .config aktivieren:
CONFIG_SND_USB_AUDIO=m # als Modul kompilieren, oder =y fest einkompilieren
CONFIG_SND_USB_UA101=y
CONFIG_SND_USB_CAIAQ=yAusgabe bei modinfo vorhanden: Modul direkt laden:
sudo modprobe snd_usb_audioSchritt 2: Basis-Audiotools installieren (in der Minimalversion nicht enthalten)
Minimalsysteme haben oft kein alsa-utils – manuell installieren:
# Ubuntu/Debian
sudo apt update && sudo apt install -y alsa-utils usbutils
# Ohne Netzwerk: Offline-Paket von alsa-utils herunterladen und mit dpkg -i installierenSchritt 3: Erkennung und Funktion der USB-Soundkarte prüfen
- USB-Soundkarte einstecken und Geräteerkennung prüfen:
# USB-Enumeration anzeigen
lsusb | grep -i audio
# Audiogeräte auflisten
aplay -lErscheint ein Eintrag card X mit USB Audio, ist die Erkennung erfolgreich.
- Audioausgabe testen (Lautsprecher/Kopfhörer anschließen):
# Testton abspielen; -D gibt die USB-Soundkarte an (X = card-Nummer aus aplay -l)
speaker-test -c 2 -D plughw:X,0Schritt 4: (Optional) Audiodienst installieren (für Desktop/Hintergrundwiedergabe)
Für Hintergrundwiedergabe oder Desktop-Umgebungen muss in Minimalversionen ein Audiodienst installiert werden:
# Leichtgewichtiger Dienst (empfohlen, funktioniert auch ohne Desktop)
sudo apt install -y pulseaudio
# oder PipeWire (empfohlen für Ubuntu 22.04+)
sudo apt install -y pipewire pipewire-alsaTypische Probleme der Minimalversion und Lösungen
1. Fehlende Berechtigungen – Normalnutzer kann nicht auf die Soundkarte zugreifen
Lösung: Benutzer der Gruppe audio hinzufügen, nach Neustart wirksam:
sudo usermod -aG audio $USER2.Kein Ton, aber Gerät wird erkannt
Lösung: Mit alsamixer die Lautstärke erhöhen und Stummschaltung aufheben (M-Taste):
alsamixer -c X # X = card-Nummer der USB-Soundkarte3.Kernel zu alt für moderne USB-Soundkarten – zwei Fälle
sudo apt install -y linux-generic && sudo rebootsudo modprobe snd-hda-intel model=generic #(je nach Gerät andere model-Werte probieren)
# Soundkarten-Treiberkonfiguration erstellen
sudo echo "options snd-hda-intel model=generic" > /etc/modprobe.d/sound.conf
sudo rebootOffizielles Repository
Open-Source-Repository der JUXI-treiberfreien USB-Soundkarte: GitHub
Plug-and-Play, kompatibel mit Raspberry Pi, Jetson, PC u. a. Kein zusätzlicher Treiber nötig – das System erkennt sie automatisch als Audio-Eingabe-/Ausgabegerät.

